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Am 3.9.95 erschien in meiner Praxis Frau M.B. - geb. 31.1.43 - Größe 161 cm - Gewicht 74 kg, Schulsekretärin - attraktiv und lebhaft - spielt regelmäßig Tennis, weitere Anamnese-Daten wie Diagnosen siehe Anlage 1 = Arztbericht vom 5.5.98.
Ihr war jetzt in Aussicht gestellt, spätestens im Januar'99 dialysepflichtig zu werden, und sie wurde jetzt intensiv darauf vorbereitet (Gespräche, Präsentation der Räume und Anlagen).
Nicht nur der Einfachheit halber, sondern auch zur Dokumentation des Krankheitsverlaufes habe ich den sehr ausführlichen Bericht des Nephrologen beigefügt. Er wurde erstellt als Grundlage für eine Kontrolluntersuchung in der MHH.
Auch der Bericht der MHH vom 24.6.98 liegt als Anlage 2 bei. Aus ihm gehen die neueren exakten Abmessungen beider Nieren hervor.
In Anlage 3 - Radiologie des KKH Uelzen vom 27.3.98 - wurden erstmals die ca.-Abmessungen beider Nieren genannt und damit auch die Schrumpfniere links bestätigt.

Zum Vergleich:
27.3.98: rechts 11,0 cm, links 7,0 cm (ca.)
3 Monate später: rechts 10,8 cm, links 9,6 cm (exakt)

Der Grund für das Aufsuchen eines Heilpraktikers im September '95 war nicht die Vorstellung, die Niereninsuffizienz könnte behoben oder gar eine tote Niere zu neuem Leben erweckt werden, sondern der Allgemeinzustand machte der Patientin viel mehr zu schaffen. Sie liebt ihren Beruf und konnte nun kaum noch ihre Hausarbeit schaffen.
Die in Anfüllen auftretenden Herzsensationen hatten vor ca. zehn Jahren schwach begonnen und in den letzten drei Jahren sprunghaft zugenommen. Zum obigen Zeitpunkt hielten Herzrasen mit Frequenzen von 120-140 p. Minute - verbunden mit Herzstolpern und Aussetzern - bis zu sechs Stunden an und blieben auch im Krankenhaus nicht therapierbar. Angst - Unruhe, inneres Zittern und sporadische Schwindelattacken komplettierten das Beschwerde-Menü. Frau B. war zu keiner Zeit mehr wirklich beschwerdefrei und leistungsfähig. Die internistische Behandlung bestand in den letzten drei Jahren aus Aponal, diversen Blutdrucksenkern - dreimaliger Einweisung in psychosomatische Kliniken und jetzt Dialyseempfehlung.

Nach ausführlicher Anamnese (Berichte wurden erst später vorgelegt) begann ich die Behandlung mit 1 Amp. s.c. Lachesis D 12.

Es hätte gute Gründe gegeben, hier mit Aconitum - Arnica o. ä. zu beginnen, ich ließ mich aber von der hektischen Sprechweise leiten. Gleich nach der glutäal verabreichten Spritze trat kurze Benommenheit auf - dann Druckschmerz im oberen re Kopf = Bla 7 - kurze Ohnmachtsnähe - Sohlenkribbeln -, dann schlug das Herz kraftvoller - Kopf klarer.

Nach ca. zehn Minuten gab ich p.o. ca. 20 Glob. Hepar sulf. C30. In abgeschwächter Form trat alles noch einmal so auf - dann wurde sie erheblich ruhiger - das hastige Sprechen wurde ruhig und klar!
Die fast deckungsgleichen Reaktionsabläufe auf diese beiden Homöopathika waren für mich von großer diagnostischer Bedeutung. Die Wirkungsweise beider Mittel ist sehr unterschiedlich - zeigen hier aber gleiche Reaktionsmuster - Kopf - Kreislauf - Blut - Herz - und der Hinweis auf den Blasenmeridian. Für mich war es nicht erstaunlich, aber aufschlußreich, daß das Herz zuletzt - die Niere aber gar nicht reagierte. Das augenscheinlich erkrankte und daher auch behandelte Organ war an seinem Untergang offensichtlich unschuldig! Es fählte sich nicht angesprochen und mußte daher auch nicht reagieren.

Nach weiteren 5-10 Minuten ließ ich p.o. ca. 20 Glob. Merc. sol. C 30 folgen. Fast spontan wurde der Kopf ganz klar - kein Schwindel mehr - Wohlbefinden. Meine Verdachtsdiagnose: Neurotoxische Nephrose links.
Zunächst galt es jedoch, die rechte Niere in ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern.

Frau B. erhielt rezeptiert:
Orthosyphon D 6 20 ml 3xlOTr.
Okoubaka D 3 20 ml 3x10 Tr.
Hepar sulf. D 12 20 ml 3 x 10 Tr.
Aconitum C 30 +
Arnica C 30 je 10 g Glob.

Aconitum und Arnica waren für die Herzattacken und dann im Abstand von 2-3 Min. im Wechsel 10-20 Glob. zu nehmen. Sobald sich der Anfall abschwächt, sind die Einnahme-Intervalle zu strecken - dann beide Mittel wieder abzusetzen.
Die Patientin bekam Anweisung, mich bei jeder Irritation anzurufen, außer nachts. Das jetzige Wohlbefinden und die Aussicht auf ständig möglichen Kontakt gaben ihr die dringend notwendige Sicherheit. Der heutige Verlauf der Behandlung gab mir die Hoffnung, dass den oft lebensbedrohlichen Attacken hiermit die Spitze genommen werden konnte. Die zweite Behandlung erfolgte am 24.9.95. In den dazwischen liegenden drei Wochen hatten wir fünfmal miteinander telefoniert. Die ersten eineinhalb Tage waren ohne Anfall, dann aber heftiger Rüßckfall - ich nahm die Einnahmemenge sehr zurück und begann mit je 1 x pro Tag 5 Tropfen. Die Anfälle wurden sofort schwächer und die freien Intervalle länger. Wir konnten bei den drei Mitteln bleiben und langsam wieder bis auf 3 x 10 Tropf, steigern. Der Gesamtzustand von Frau B. hatte sich jetzt deutlich gebessert. Schwindel und inneres Zittern hatten sehr abgenommen. Das Herzstolpern begann immer mit übelkeit im Magen und schien im Th 6 seinen Ursprung zu haben. Eine so positive Entwicklung, und besonders nach einem so langen Leidensweg, verleitet Patient und Therapeut dazu, die Medikation so beizubehalten - das ist aber nur in Ausnahmen sinnvoll. Auf keinen Fall aber führt es zur Heilung. Die Anamnese weist auf eine gut 13 Jahre bestehende uterine Störung hin. Die Hormonspiegelkontrolle war normal ausgefallen. Wenn hier etwas vorlag, so mußte das chronischer Natur sein.
Ich begann mit 1 Amp. Ca - uteri Injeel s.c.
Sie reagierte prompt mit einem Anflug von Herzrasen, aber nur ganz kurz - danach war sie deutlich ruhiger als vorher. Ich machte dort weiter und gab p.o. 10 Tr. Adnexitis Nos. Pascoe.

Danach Räte - Erregung ohne Herzrasen - tiefe Ruhe und tiefere Atmung. Störungen im Hormon-Kreislauf, und die abgelaufenen Reaktionen lassen den Schluß darauf zu - gehen immer mit Pilzbesiedelung einher. Diese "Pilzbesiedelung" ist kein Befall von außen, sondern ein Arbeitsmechanismus unseres Körpers, den gesunden, aber z.Z. nicht einsetzbaren Arbeitsprozeß zu ersetzen. Ich gab 1 Amp. Utilin schwach s. c. Spontanes Herzrasen - nur kurz, dann Klopfen im Steiß - große Menge Harn! Ich hatte jetzt an zwei Stellen die Wirbelsäule markiert. Hier mußte die Behandlung fortgesetzt werden - rezeptiert wurden jetzt Flenin je 100 ml, Cefakliman N je 3 x 30 Tropfen zur Stärkung des Bindegewebes und Anregung des hormonellen Kreislaufes.
Sotalex wurde versuchsweise abgesetzt. Arnica und Aconitum C30 blieben für erneute Anfälle.
Nach einer weiteren Woche dann erstes Herzstolpern und Kälte im ganzen linken Thorax - ein Sotalex nahm eine Stunde nach Einnahme alle Beschwerden.
Die weitere Behandlung verlief nach gleichem Muster. Entscheidend für jeden Einsatz von Therapeutika war das Reaktionsmuster der Patientin, mit dem Ziel der Stabilisierung. Es fährt aber schrittweise zu den dem gesamten Symptomenkomplex vorgeschalteten Mechanismen.
Nach der sechsten Behandlung = Mai'96 war der RR stabil bei 130/80 - kaum noch Herzstolpern und -rasen bei viermal pro Woche Tennis - AZ sehr gut, wird aber die Ärztlicherseits immer wieder aufgedrängte Flüssigkeitsmenge nicht los und lagert Wasser ein.
Schwindel und inneres Zittern sind völlig ausgeblieben, Kreatinin mit 1.7 ermittelt.

Im Oktober '96 folgten Blasenentzündung und Durchfall - heftige Schmerzintervalle in beiden Nierenlagern, Kreatinin stieg auf 2,4 - auch die Herzsymptomatik war wieder da - nur abgeschwächter als vor einem Jahr.

Ihr ganzer Zustand war so viel besser geworden, daß die immer wieder auftretenden Rückschläge Frau B. nicht mehr sonderlich belasteten. Sie konnte wieder arbeiten und ihren geliebten Sport bis zu viermal pro Woche ausüben.

Ein heftiger Schub rezidivierender und im ganzen Körper wechselnder Entzündungsprozesse trat ein nach p.o. 10-15 Glob. Phosphorus D1000 und klang erst nach ca. sechs Wochen ab. Alle früheren Symptome traten gehäuft und heftigst wieder auf. Der RR schwankte von 130-240/80-125, Puls von 60-130!
In dieser Zeit waren Albomoheel - Reneel Apis Homacc - Aconitum C30 die wirksamsten und somit Hauptmittel - allen voran stand Aconitum C30, das oft alle 2-3 Minuten gegeben werden mußte, wenn mal eine Herzattacke auftrat.
Nach dieser Periode der Selbstreiniung fühlte sich die Patientin wie neugeboren.
RR bewegte sich bei 130-120/90-75.Puls normal - Kreatinin 1.5. Es gab Zeiten, in denen fühlte sie sich völlig gesund.
Ich begann jetzt systematisch nach Restentzündungen zu suchen. Nach Engystol folgte die ganze Carcimonserie der Firma Heel aufsteigend von Ca-Uteri bis Glioma Injeel, begleitet von Potentaten der in ihrem Umfeld vorhandenen Stoffe.
Ich begann mit 1 Amp. s. c. Asbest C 200 Sie reagierte mit heftiger Hitze im Kopf, die dann abwärts bis in die Füße ging. Danach fühlte sie sich sehr wohl.
ähnliche Beobachtungen machte ich auch bei anderen Patienten nach einem solchen Vorgehen. Diese von Kopf-zu-Fuß-Reaktionen treten besonders häufig auf nach dem Einsatz von aus Umweltgiften gewonnenen Potentaten.
Man darf wohl davon ausgehen, dass eine aus einem Stoff gewonnene Information = substanzfreies Potentat in einem lebenden Organismus nur eine solche Reaktion auslösen kann, wenn diese Substanz dem Körper bekannt ist und möglicherweise Schäden = Blockaden gesetzt hat. Bei einer von Kopf zu Fuß verlaufenden Reaktion müssen diese Blockierungen im ZNS stattgefunden haben.
So gesehen kann ein Organverfall durchaus auch durch eine Störung nervaler Ver- und Entsorgung entstehen bzw. vorkommen. Wird diese Störung nicht gelöscht, muß die periphere Erkrankung chronisch progredient verlaufen.
Da bei Frau B. die übelkeit stets mit Tremor und Schwindelattacken einherging und nach Utilin schwach ein heftiges Klopfen im Steiß zu spüren war, schloß ich als Grundursache auf ein neurotoxisches Grundgeschehen.
Eine durch Substanzen bewirkte Veränderung im Organismus kann wohl mit anderen Substanzen korrigiert werden - die eigentliche Störung aber bleibt dabei bestehen und wird nicht gelöscht.
Löschung = Schadensneutralisierung kann nur die substanzfreie Informationsmedizin leisten und entweder mit einer Hochpotenz aus der Verursacher Substanz oder einer ihr ähnlich strukturierten Substanz erreicht werden.

Die möglicherweise durch Asbest oder asbestähnliche Stoffe bei dieser Patien tin gesetzten Blockierungen im ZNS lagen in einem Areal, das für die linke Niere verantwortlich ist. Mit der Gabe von Asbest D 200 wurde diese Störung behoben und vom Kopf ausgehend der ganze Körper mit einem Energieschub versorgt.
Diesem Prinzip folgend kamen nacheinander Potentate aus Calcium-Läsern und Aspergillitiden sowie landwirtschaftlichen Stäuben zum Einsatz. Es genügt jedoch nicht, den Körper nach einer solchen Löschung allein zu lassen. Wenn diesem Prozeß aktiver Neuausbau folgen soll, so muß auch dafür gesorgt werden, daß die notwendigen Substanzen vorhanden sind. Hierzu gehört ausgewogene Ernährung - möglicherweise Nahrungsergänzungen und pflanzliche Präparate (Phytopharmaka) und deren Tiefpotentate (D2-D6). Als Nahrungsergänzungsmittel hat sich nach vielen Versuchen Cellagon-Aurum der Fa. H.-G. Berner, Altenholz, am besten bewährt in meiner Praxis.
Hier sei auf etwas Grundsätzliches hingewiesen. Ein Potentat ist keine Verdünnung, sondern bei den tiefen Potenzen D2-D8 eine Mischung aus Substanz + Information aus der gleichen Substanz. Bei weiter ansteigenden Potentaten spricht man von mittleren Potentaten, ab der Logschmidtschen Zahl = D 23 haben wir es mit substanzfreien Potentaten = reiner Informationsmedizin zu tun.
Diese folgt in erster Linie physikalischen Prinzipien.
Hierzu an anderer Stelle mehr. Diese Vorgehensweise, in der die Informationsmedizin (substanzfreie Potentate in unterschiedlichen Abstufungen) neurologische Blockaden ausfindig macht und löscht, ist die Voraussetzung dafür, chronisch degenerative Prozesse umzukehren, zumindest aber zum Stillstand zu bringen.
Dann erst folgt die sehr viel schwierigere Arbeit des Therapeuten.
Revitalisation eines erkrankten Organs oder Organsystems ist kein Selbstgänger. Gestatten Sie mir einen ganz banalen, aber hilfreichen Vergleich:
So wie ein - wo auch immer - geschädigtes Rohrleitungssystem durch Oxidation an vielen Stellen Schaden genommen hat, müssen alle diese Stellen gesondert angegangen werden. Für einen Mechaniker kein Problem, der Therapeut muß jedoch sehr umfangreiches Wissen auf den Gebieten der Anatomie, Pathophysiologie und Neuro-Toxizität haben, um diese Folgestörungen ausfindig zu machen und dann zu beheben. Anatomie ist kein großes Problem mehr. Pathophysiologie ist extrem umfangreich, aber in seinen Grundstrukturen weitestgehend bekannt. Die Neuro-Toxizität ist heute noch die große Unbekannt, schlechthin.

Wir wissen für unsere Arbeit jedoch zwei Dinge:

  1. Nerven sterben nicht, sie werden nur komatös. (Das alte Gehirn ist kleiner, aber die Zellen sterben nicht, von Prof. Dr. Herbert Haug, Ärzte-Zeitung 17.8.90).
  2. In jeder Sekunde sterben in uns ca. 7.000.000 Körperzellen ab - und werden neu geboren. Dieser Mechanismus funktioniert auch noch bis kurz vor unserem Ableben.

 

Wenn es uns also gelingt, die durch toxische Prozesse - gleich welcher Art - komatös gewordenen Nerven zu wecken", ist der erste Schritt getan. Für den Patienten ergibt sich hier allerdings ein neues und oft sehr großes Problem: Das erste, was ein neu erweckter Nerv tut, ist - weh". Der Patient bekommt Schmerzen! Dieses haben z.B. alle meine MS-Patienten erleben müssen. Dieses Thema wird aufgrund seines Umfanges jedoch an anderer Stelle ausführlich behandelt werden.
Es war mir jedoch wichtig deutlich zu machen, warum eine solche Behandlung auch nach vier Jahren noch nicht abgeschlossen ist und sein kann. Der Erfolg dieser Behandlungsweise, die von mir zusammengefaßt wurde als Angewandte und Negative Toxikologie (siehe Kasten), ist jedoch für die Patienten spürbar und für den Therapeuten belegbar. Für Frau B. steht die Dialyse-Behandlung zur Zeit nicht mehr zur Diskussion.
Für eine von wirtschaftlichem Denken geleitete Krankenkasse muß dieses Verfahren Fuß erst reizvoll sein. Bei dem obigen Krankheitsbild sind die Kosten und Folgekosten bekannt. Mit dieser Behandlungstechnik konnten Kosten gesenkt und Folgekosten vermieden werden. Allerdings fehlt dann das Argument für Beitragserhebungen!

Verfasser: Friedrich-W. Michaelsen



Literaturhinweise
Im zweihundertsten Jahr der Homöopthie: Ergebnisse und Erfolge der biochemischen Grundlagenforschung. Von g. Harisch, J. Dittmann / Biochemische Grundlagenforschung`96
Die Beeinflussung ausgewählter Parameter der Rattenleber durch Homöopthika Sulfur D6 und D12 im Vergleich mit nicht homöopathischen Sulfur-Verdünnungen gleicher Konzentration.
Von Doris Fuhrmann/Physiolog. Chemie Tierärztliche Hochschule Hannover `87
Wasser - Quelle des Lebens. Von Werner Bickel/österr. Wissenschaftsjournal
Kontrolliertes Knochenwachstum erscheint möglich. Von Friedr.-W. Michaelsen/Naturheilpraxis 5/99

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